Jausenstation statt Dauerquartier?

 

In Österreichs Hauptstadt wird die Flüchtlingskrise in die Bahnhöfe verbannt

 

vom 11.November 2015| Thema: Migration, Staat und Gesellschaft, Österreich  | DGAP

 

Wer in diesem Herbst durch Wien flaniert, spürt wenig von der europäischen Flüchtlingskrise. Es ist eher die Masse der Touristen, die einem ins Auge sticht, weil sie die Kaffeehäuser füllen oder sich in Busladungen schon am frühen Morgen vor dem Hundertwasser-Haus versammeln. Auch das Sprachengewirr in der U-Bahn ist neben dem vertrauten Wienerisch eher von Serbokroatisch, Englisch oder Russisch durchzogen als von Arabisch oder Farsi. 

Aber es gibt auch in Wien eine Nebenrealität, deren Kontrast...

 

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Vergleichsweise vielstimmig

vom 01.September 2015| Thema: Internationale Presse Russland  | DGAP

Internationale Politik 5, September/Oktober 2015, S. 128-131

 

Die Ukraine-Berichterstattung in der russischen Presse

 

Wer sich in Russland über die Lage in der Ukraine informieren möchte, ohne sich, wie über 80 Prozent der Bevölkerung, der Kremlpropaganda des Staatsfernsehens auszusetzen, für den bietet die russische Presse immer wieder Berichte und Analysen, die über das von der Sichtweise der Regierung geprägte Bild hinausgehen. Vor allem die beiden Blätter der liberalen Wirtschaftspresse Vedomosti und Kommersant spielen neben der Wochenzeitung Nowaja Gaseta eine wichtige Rolle, wenn Leser unabhängige Informationen suchen.

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Deutungshoheit

Der TV-Kanal »Russia Today« und der Hörfunk »Sputnik« präsentieren die russische Sicht auf die Welt

vom 10. August 2015| Thema:Auslandssender| Das Parlament   

 

Es ist der Versuch, ein russisches Sprachrohr in die Welt zu etablieren und in die Liga von BBC, CNN und Al Dschasira aufzusteigen: Mehrere Hundert Millionen Euro läßt sich der Kreml den russischen Auslandssender "Russia Today" jährlich kosten. Doch der Versuch, ein solch zusätztliches "Nachrichtenangebot" auch in der deutschen Medienlandschaft zu etablieren, ist nur von mäßigem Erfolg gekrönt. Während das englischsprachige "Russia Today" beim anglo-amerikanischen Publikum ein Millionenpublikum auf dem TV-Bildschirm erreicht, ist "RT Deutsch" als reines Webportal bisher ein unbedeutendes Nischenprogramm im Netz geblieben. Das liegt auch an der mangelnden Qualität des als "Trash TV" gestalteten Video-Angebots "Der fehlende Part". Allein in Thüringen hat der lokale Sender "Salve TV" diese Sendung ins Programm übernommen.

Die Moderatorin Jasmin Kosubek empfängt in ihrer täglichen Abendschau zumeist nur jene Gäste, die dem Kremlkurs wohlgesonnen sind. Aber selbst hier scheint die Unterstützerfront nun zu bröckeln.

 

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Debatte Erinnerungskultur

Die Fortsetzung des 20. Juli

vom 26 .Juli 2015| Thema: Widerstand| die taz 

 

Die Ideologie der Erinnerungskultur des Kalten Krieges muss überwunden werden – um andere Gruppen des Widerstands ins Recht zu setzen.

 

Wer sich heute an den 20. Juli 1944 erinnert, denkt vor allem an den militärischen Widerstand. Die Verschwörer um Claus Schenk von Stauffenberg gehörten zu den wichtigsten Drahtziehern des gescheiterten Attentats gegen Adolf Hitler und wurden dafür in grausamer Weise hingerichtet. Ihre Verdienste prägen bis heute maßgeblich das Bild vom Widerstand gegen die totalitäre Herrschaft.

Aber die stark vereinfachte, geläufige Sicht vernachlässigt die große Vielfalt der damaligen zivilen Widerstandsgruppen. Schon ab Mitte der 1930er Jahre fanden sich Männer und Frauen vor allem im Arbeiter- und Gewerkschaftswiderstand zusammen. Es waren Einzelpersonen, Freundeskreise und Arbeitskollegen, die Widerstandsgruppen wie die Rote Kapelle, die „Europäische Union“ um Georg Groscurth und Robert Havemann, „Onkel Emil“ oder den Kreisauer Kreis bildeten. Die Erinnerung an sie ist leider weniger präsent.

 

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Widerstand gegen die Nazis

„Wer Mut hatte, konnte sich wehren“

Interview vom 20.Juli 2015| Thema: Widerstand| Der Tagesspiegel

 

An die Helden des 20. Juli erinnert sich fast jeder. Doch Widerstand gegen Hitler gab es nicht nur im Militär,sondern auch in den Gewerkschaften. Ein Gespräch mit dem Historiker Siegfried Mielke.

 

Herr Mielke, mit der Rede des DGB-Vorsitzenden Reiner Hoffmann zum 20. Juli wird bei der Feierstunde der Bundesregierung und der Stiftung 20. Juli 1944 in der Gedenkstätte Plötzensee erstmals das Gedenken an den Arbeiter- und Gewerkschaftswiderstand stärker in den Vordergrund rücken. Freut Sie das?

 

Ja, natürlich. Ich bin selbst kein Gewerkschaftsmitglied, habe aber mehr als ein Dutzend Bücher zum Thema Gewerkschaftsgeschichte verfasst. Mich stört, dass in der bundesdeutschen Erinnerungskultur die Gewerkschaften bislang nur ein randständiges Thema sind. Dabei zeigt die neuere Forschung, dass es dort sehr viel mehr Widerstand gegen die NS-Diktatur gab als bisher angenommen. In der Zeit des Kalten Krieges kam dann hinzu, dass im Westen alle linken Widerstandsgruppen eher stiefmütterlich behandelt wurden, während in der DDR der Fokus eindeutig auf dem kommunistischen Widerstand lag. Heute haben wir da ein differenziertes Bild von der Vielfalt des Widerstandes.

 

Wie ist das zu erklären?

 

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No Illusions about Europe in Ukraine

16.06.15

 

An article written by Gemma Porzgen, German journalist, based on the results of European thought leaders’ visit to Ukraine which was organized by the Institute of World Policy in partnership with CIDOB.

The shorter version of this article was published on "Evropeiska Pravda" (in Ukrainian).

 

The views expressed in this article are the author's own and do not necessarily reflect the views of the Institute of World Policy.

 

If you look into German newspapers these days, you will not find news from the Ukraine on the frontline pages anymore. The NSA-scandal, repeated train-strikes and the situation of refugees in the EU dominate the news. The Ukraine is not a big topic anymore, ever since the Minsk agreement, which helped to calm things down to a certain extent from the German perspective. The fear of a possible escalation leading to a bigger European war has vanished so far.

 

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Bayerischer Löwe und russischer Bär

Beitrag vom 26.Mai 2015| Thema:Russland| ostpol

 

Der CSU-Politiker und frühere Chefredakteur des „Bayernkurier“ Wilfried Scharnagl hat eine Streitschrift für einen anderen Umgang mit Russland verfasst. Das Buch „Am Abgrund“ wurde im Berliner Hotel Adlon vorgestellt.

Es liegt viel Nostalgie über diesem Abend im Berliner Hotel Adlon. Der Münchner Keyser-Verlag und das Deutsch-Russische Forum haben zu einer ungewöhnlichen Buchvorstellung in den eleganten Palais-Saal gebeten. Wilfried Scharnagl (76), erzreaktionärer langjähriger Chefredakteur der CSU-Parteizeitung „Bayernkurier“ und früher enger Weggefährte von Franz Josef Strauß, hat das Buch „Am Abgrund“ verfasst: eine Streitschrift für einen anderen Umgang mit Russland.

 

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Sozialprotokoll: »Oft bin ich sprachlos«

Artikel vom 08. Mai 2015| Thema: Ukraine| Publik Forum

 

Olga Pischel (51) stammt aus der Ukraine und lebt in Berlin. Sie wünscht sich mehr Verständnis für die Lage in ihrem Herkunftsland Meine engeren Freunde wissen natürlich, woher ich komme. Sie wissen, wo die Ukraine liegt und dass meine Heimatstadt Charkiw die zweitgrößte Stadt des Landes mit 1,4 Millionen Menschen ist. Aber viele Deutsche verbinden mit meinem Land sehr wenig. Oft lerne ich Leute kennen, die immer noch in der Realität von vor mehr als zwanzig Jahren leben. Da gab es ein großes Land, die Sowjetunion, aber jeder nannte es Russland und dachte, da leben nur Russen.

 

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Fiona Hill: „In Russland gibt es viele Putins“

Beitrag vom 22.April 2015| Thema:Russland| ostpol

 

Die Britin Fiona Hill gilt als eine der wichtigsten Russlandexpertinnen in den USA. Im Interview spricht sie über die Macht Putins und Anti-Amerikanismus in Russland und Europa.

 

n-ost: Zusammen mit Ihrem Kollegen Clifford Gaddy haben Sie ein beachtetes Buch über Präsident Wladimir Putin geschrieben. Wie viel Macht hat der russische Staatschef?

Fiona Hill: Putin kann nicht einfach tun, was er will. Das ist anders als in der Stalin-Ära, als der Staatschef einen Befehl ausgab und dieser immer genauso ausgeführt wurde. Putin entspricht nicht dem traditionellen Image eines Diktators. Er beschwert sich häufig darüber, dass er etwas anordnet und es dann nicht geschieht. In Russland läuft nicht alles nach Plan.

 

n-ost: 
Werden diese Schwierigkeiten unterschätzt? Deutsche Medien neigen dazu, die russische Politik sehr stark auf Putin zu fokussieren.

 

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Wie weiter im Deutsch-Russischen Forum?

Beitrag vom 21.April 2015| Thema:Deutsch-Russisches Forum| ostpol

 

Das Deutsch-Russische Forum soll die Beziehungen zwischen Russen und Deutschen verbessern. Doch nun gibt es Streit um den Kurs gegenüber Moskau. Der Vorsitzende Matthias Platzeck lässt die Vorwürfe an sich abprallen.

 

Eigentlich hatten sich die Mitglieder des Deutsch-Russischen Forums (DRF) eine positiven Impuls für die deutsch-russischen Beziehungen versprochen, als sie den früheren brandenburgischen Ministerpräsident Matthias Platzeck im März 2014 zum neuen Vorsitzenden wählten. Doch nun wächst in dem Verein die Kritik an Platzeck. Immer wieder äußerte der SPD-Politiker verständnisvoll für Putins Politik. Das Fass zum Überlaufen brachte sein Vorschlag, die russische Annexion der Krim nachträglich zu legalisieren.

 

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Kritik am China-Institut Merics

"Durch Merics droht ein Monopol"

Beitrag vom 14. April 2015| Thema:China-Institut| Artikel Tagesspiegel

 

Das Berliner Institut Merics beeindruckt durch seine Größe und seine Expertise zum modernen China. Experten aus länger etablierten Instituten fürchten eine Monopolstellung - und vermissen beim Merics die historische Perspektive.

Gute Beziehungen zur Weltmacht China sind für die deutsche Außenpolitik von strategischer Bedeutung. Die Nachfrage nach kritischer Expertise und praxisbezogener Politikberatung ist groß. Mit dem Mercator-Institut für China-Studien (Merics) entstand 2013 in Berlin eine der weltweit größten Forschungsstätten über das moderne China. Es bereichert die Wissenschaftsszene mit neuen Ansätzen, zieht aber auch Kritik auf sich.

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Gesprächsrunde im Ukrainischen Medienzentrum in Kiew über die Ukraineberichterstattung europäischer Medien

Die Propaganda-Medien des Kremls in Deutschland

Beitrag vom 04.März 2015| Thema:Propaganda| get.torial.

 

Die Sorge davor, dass russische Medien in Deutschland ihre Propaganda ungehindert verbreiten, ist übertrieben. Die bisherigen medialen Angebote des Kremls, sei es „RT Deutsch“ oder „Die Stimme Russlands“, sind bislang wenig erfolgreich und erzielen mit ihren Angeboten keine große Reichweite.

Seit das Web-Angebot „RT Deutsch“ im November vergangenen Jahres startete, haben sich viele Medienjournalisten kritisch mit dieser russischen Propaganda-Offensive auseinandergesetzt. Der Kollege Olaf Sundermeyer ließ sich sogar in die Sendung einladen, um besseren Einblick in die Arbeitsweise zu gewinnen und kam zu einem klaren Urteil: „In diesem Augenblick entscheide ich, keiner Einladung von „RT deutsch“ mehr nachzukommen, und jedem zu empfehlen, es ebenso zu halten, der auf seine journalistische, politische oder wissenschaftliche Integrität Wert legt.“

 

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Die Propaganda-Medien des Kremls in Deutschland

 

Beitrag vom 04.März 2015| Thema:Propagande| Auftraggeber:get.torial.com

 

Die Sorge davor, dass russische Medien in Deutschland ihre Propaganda ungehindert verbreiten, ist übertrieben. Die bisherigen medialen Angebote des Kremls, sei es „RT Deutsch“ oder „Die Stimme Russlands“, sind bislang wenig erfolgreich und erzielen mit ihren Angeboten keine große Reichweite.

Seit das Web-Angebot „RT Deutsch“ im November vergangenen Jahres startete, haben sich viele Medienjournalisten kritisch mit dieser russischen Propaganda-Offensive auseinandergesetzt. Der Kollege Olaf Sundermeyer ließ sich sogar in die Sendung einladen, um besseren Einblick in die Arbeitsweise zu gewinnen und kam zu einem klaren Urteil: „In diesem Augenblick entscheide ich, keiner Einladung von „RT deutsch“ mehr nachzukommen, und jedem zu empfehlen, es ebenso zu halten, der auf seine journalistische, politische oder wissenschaftliche Integrität Wert legt.“

 

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Nostalgiereisen für Russlandversteher

 

Beitrag vom 16.Februar 2015| Thema: Reisen| Auftraggeber: ostpol.de

 

Moskau-Reisen sind dieses Jahr ein Schwerpunkt im Katalog des SPD-ReiseService, der Reisetochter der Partei. Schon die Werbebroschüre liest sich so, als gäbe es keinen Krieg in der Ukraine.

 

Wer sich als gestandener Genosse den guten alten Zeiten der Entspannungspolitik noch einmal so richtig hingeben möchte, für den bietet der SPD-ReiseService dieses Jahr das richtige Reiseziel. „Russland verstehen? Moskau besuchen!“ – unter diesem Motto veranstaltet das Berliner Reisebüro 2015 gleich sieben Nostalgiereisen in die russische Hauptstadt.

 

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